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12 Alternative-Rock-Akkordfolgen für Gitarre

Alternative Rock umfasst zu viele Klänge für eine einzige Akkordformel. Oft entsteht der Charakter aus vertrauter Harmonie, die anders behandelt wird: Powerchords, entlehnte Akkorde, offene Saiten oder ein Riff zwischen den Wechseln.

Die zwölf Folgen eignen sich für Kontraste. Dieselbe Schleife kann einen leisen Vers und einen verzerrten Refrain tragen, wenn Rhythmus, Lage und Intensität wechseln.

Akkordfolgen zum Ausprobieren

  1. Von leise zu laut: Am – F – C – G

    Die Folge bleibt in A-Naturmoll ohne Durdominante. Spiele sie zunächst sparsam und danach mit vollen Anschlägen oder Powerchords.

  2. Dorische Farbe in den Grundtönen: D5 – F5 – C5 – G5

    D–F–C–G verbindet Mollbewegung mit einer helleren vierten Stufe. Dämpfe D5 und halte die übrigen Akzente länger.

  3. Eine mixolydische Öffnung: D – C – G – D

    C-Dur liefert ♭VII um D. Vergleiche offene Griffe mit Barré- oder Dreiklangvoicings weiter oben.

  4. Dur-IV im Mollumfeld: Em – G – D – A

    A bringt C♯ statt des C aus E-Naturmoll. Lass dieses Aufhellen im Arrangement deutlich werden.

  5. Gemeinsame hohe Töne: G – Cadd9 – Em7 – Dsus4

    Cadd9, Em7 und Dsus4 verbinden eine einfache G-Dur-Bewegung. Halte die Griffhandbewegung klein und vermeide vollständiges Abdämpfen bei jedem Wechsel.

  6. Abwärts zur starken Dominante: Am – G – F – E7

    Nach Am–G–F fügt E7 G♯ hinzu und führt deutlich zurück. Baue die Intensität auf und betone den letzten Akkord.

  7. Die Spannung des Halbtons: E5 – F5 – D5 – E5

    E5–F5 erinnert durch die Grundtöne an Phrygisch. Spiele beide kurz und lass D5 danach länger atmen.

  8. Ein Riff mit Rückkehr nach A: A5 – C5 – D5 – A5

    Die Powerchords lassen die Terz offen. Wiederhole ein Motiv auf A5 und nutze C5 und D5 als größere Akzente.

  9. Durakkorde außerhalb einer einzigen Skala: E – D – A – C

    D und C bringen ♭VII und ♭VI um E ein. Vergleiche volle Barrégriffe mit Powerchords, um die Wirkung der Terzen zu hören.

  10. Entlehnte Grundtöne: G – Bb – C – Eb

    B♭ und E♭ kontrastieren mit G ohne gewöhnliche Dur-Kadenz. Verschiebe verwandte Formen, damit die Bassbewegung hervortritt.

  11. Ein Leitton am Schluss: Em – C – D – B7

    B7 bringt D♯ und verstärkt die Rückkehr nach Em. Spiele die ersten drei Akkorde gleichmäßig und lass vor B7 etwas Platz.

  12. Ein klarer, schwebender Abschnitt: Dsus2 – G – Bm7 – Asus4

    Dsus2 und Asus4 machen die D-Dur-Schleife weicher. Arpeggiere sie und behalte die Grundtöne für eine lautere Fassung.

Den Riff den Charakter tragen lassen

Eine Folge kann aus Akkordakzenten um einen Riff bestehen statt aus vier dauernd angeschlagenen Blöcken. Wiederhole den ersten Grundton, ergänze eine kleine Verbindung und spare die übrigen Akkorde für markante Stellen auf.

Powerchords lassen die Terz weg. Melodie und Verzerrung können dadurch stärker bestimmen, ob das Ganze eher nach Dur oder Moll klingt.

Töne außerhalb der Ausgangstonleiter hören

Ein ♭VII-Akkord, Dur-IV in Moll oder eine Durdominante verändert den harmonischen Weg. Finde den neuen Ton: etwa C♯ in A bei Em–G–D–A.

Nicht alle Beispiele bleiben in einer diatonischen Skala. Ziele beim Improvisieren an wichtigen Stellen auf Akkordtöne, statt nur mechanisch ein Tonleitermuster abzuspielen.

Gleiche Harmonie, anderer Songteil

Probiere Einzeltöne im Vers und gehaltene Akkorde im Refrain. Ändere Lage, Dämpfung und Anschlagsdauer, bevor du die Akkordfolge austauschst.

Prüfe den Part bei mäßigem Tempo ohne Verzerrung. Ein klarer Klang macht ungewollt mitschwingende Saiten hörbar, die unter stärkerer Verzerrung leicht verschwinden.

Einen brauchbaren Kontrast entwickeln

Wähle ein kurzes, wiedererkennbares Rhythmusmotiv. Wiederhole es über die ganze Schleife und ergänze dann nur an einer Stelle eine Pause. Diese kleine Unterbrechung kann den ersten Akkord vorbereiten, ohne die Harmonie zu verkomplizieren.

Mit StrumForge üben

Öffne ein Beispiel, um seine Akkorde und Griffbilder zu laden. Wähle ein angenehmes Tempo, höre dir die Schleife an und vergleiche die verfügbaren Voicings. Die internationalen Akkordsymbole C, D, E, F, G, A und B bleiben wie in der App erhalten; B bezeichnet dabei das deutsche H.

Vierakkordige Schleifen sind kostenlos; für die Generierung können Nutzungslimits gelten. Pro ergänzt unbegrenzte Generierung, Folgen mit 2, 8, 12 und 16 Akkorden sowie weitere Werkzeuge. Die Beispiele auf dieser Seite lassen sich ohne Abo anhören.

Über das Schlagzeug-Symbol neben dem Tempo öffnest du Rhythmus. Acoustic Pop, Waltz und 6/8 Ballad lassen sich mit ihren Standard-Kits kostenlos abspielen. Mit Pro kannst du Kit-Stimmen, Fills, Gitarrenanschlag und Lautstärken anpassen.

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Häufige Fragen

Gibt es eine typische Alternative-Rock-Folge?

Keine einzelne Formel definiert das ganze Genre. Die Beispiele zeigen verschiedene harmonische Wege und Gitarrenarrangements.

Muss ich nur Powerchords verwenden?

Nein. Offene Akkorde, Barrégriffe, Vorhalte und Dreiklänge schaffen Kontrast zu schweren Passagen.

Funktioniert das mit klarem Klang?

Ja. So prüfst du Verbindungen und offene Saiten, bevor du Verzerrung ergänzt.

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